SPD zu Gast im Freibad Hutten

Die Freibadsaison 2015 ist witterungsbedingt vorbei. Trotz der Kälte fand sich die SPD-Fraktion bei Vertretern des Ortsbeirats Hutten und des Fördervereins am Montag zu einem Ortstermin im Huttener Freibad ein, um sich über den Zustand und die Finanzierung des Bades zu informieren.

Helmut Meister, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Schlüchterner Stadtverordnetenversammlung, erklärte, „dass die SPD Schlüchtern hundert Prozent hinter dem Freibad Hutten steht“. Ausdrücklich dankte er dem Förderverein für die großartige ehrenamtliche Arbeit.

Im Jahr 2015 standen den Einnahmen von 15000 Euro Kosten in Höhe von rund 45000 Euro gegenüber. Er betonte, dass man als Stadt zwar sparen müsse, „aber eben an der richtigen Stelle“. Ein Freibad wie jenes in Hutten bringe „Lebensqualität und Tourismus in die Region“. Der benachbarte Campingplatz profitiere von dem Schwimmbad. Zudem sei das Defizit im Vergleich zu den beiden Schlüchterner Bädern verhältnismäßig klein, es bewege sich etwa in der Größenordnung von zehn Prozent. Daher sei das Huttener Freibad erhaltenswert.

Bei der anschließenden Führung durch die Anlage wurde den Anwesenden schnell klar, dass das Bad ohne den 1994 gegründeten Förderverein mit seinen 160 Mitgliedern unter Vorsitz von Lothar Firle so nicht zu halten wäre. Diese leisteten „Hunderte Stunden Freiwilligenarbeit im Jahr um das Bad am Laufen zu halten“, wie Bademeisterin Ilse Knöll betonte.

Heiko Büchner ergänzte, dass es durch das Engagement des Vereins möglich gewesen sei, vor zehn Jahren eine Rutsche aus dem Fuldaer Rosenbad ins Freibad zu holen. Der Aufbau nebst Anpassung des Beckens habe etwa ein Dreivierteljahr gedauert und sei vom Verein komplett selbst übernommen worden. Zudem wurde die Umrandung des Beckens 2013 vollständig erneuert, ein Beachvolleyballplatz und ein Spielplatz wurden angelegt. Außerdem gebe es eine Partyecke und einen kleinen Biergarten in bester Hanglage, von wo aus man den gesamten Schwimmbadbereich überblicken kann.

Der angeschlossene Kiosk wird ohne Pachteinnahmen privat betrieben, wodurch man den Gästen auch Eis und Getränke anbieten kann. Liegestühle und Sonnenschirme darf man sich ohne Miete ausleihen. Auch die Sanitäranlagen wurden vollständig erneuert.

Heiko Büchner erklärte die technischen Anlagen. Das Bad werde durch eine eigene Quelle gespeist, die acht Grad kaltes Wasser spendet. Die 450 Kubikmeter würden erwärmt. „Die ganz Hartgesottenen kommen am ersten Tag, wenn das Wasser noch eiskalt ist“, scherzte Büchner. Regelmäßig biete das Bad bei gutem Wetter auch Vollmondschwimmen bis Mitternacht an, und es gebe einmal im Jahr das beliebte Schwimmbadfest.

Nach dem Rundgang dankten Ortsvorsteher Uwe Teichert und Lothar Firle allen Interessierten für den Besuch. Es sei wichtig, dass das Huttener Freibad in seiner jetzigen Form erhalten bleibe.